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Luther 1912    unrevidierte Elberfelder 1905    The World English Bible   

Johannes

Kapitel
Luther 1912 unrevidierte Elberfelder 1905
1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
1,2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 1,2 Dieses O. Er war im Anfang bei Gott.
1,3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 1,3 Alles ward durch dasselbe, O. ihn und ohne dasselbe O. ihn ward auch nicht eines, das geworden ist.
1,4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat´s nicht begriffen. 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
1,6 Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. 1,6 Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name Johannes.
1,7 Dieser kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugte, auf daß sie alle durch ihn glaubten. 1,7 Dieser kam zum Zeugnis, auf daß er zeugte von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten.
1,8 Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugte von dem Licht. 1,8 Er war nicht das Licht, sondern auf daß er zeugte von dem Lichte.
1,9 Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. 1,9 Das war das wahrhaftige Licht, welches, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. dh. jeden Menschen ins Licht stellt. And. üb.: welches jeden in die Welt kommenden Menschen erleuchtet
1,10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. 1,10 Er war in der Welt, und die Welt ward durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht.
1,11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 1,11 Er kam in das Seinige, und die Seinigen Eig. in das Eigene, und die Eigenen nahmen ihn nicht an;
1,12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
1,13 welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. 1,13 welche nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte Eig. zeltete unter uns (und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater), voller Gnade und Wahrheit;
1,15 Johannes zeugt von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. 1,15 (Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir Kommende ist mir vor, W. vor geworden; so auch [V. 30] denn er war vor mir)
1,16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 1,16 denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.
1,17 Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden. 1,17 Denn das Gesetz wurde durch Moses gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.
1,18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündigt. 1,18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.
1,19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? 1,19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du?
1,20 Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. 1,20 Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus.
1,21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin´s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein! 1,21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Und er sagt: Ich bin´s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.
1,22 Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? Daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? 1,22 Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Auf daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben; was sagst du von dir selbst?
1,23 Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des HERRN! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. 1,23 Er sprach: Ich bin die »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Machet gerade den Weg des Herrn«, S. die Anm. zu [Mt 1,20] wie Jesajas, der Prophet, gesagt hat. [Jes 40,3]
1,24 Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern. 1,24 Und sie waren abgesandt von W. aus der Mitte der den Pharisäern.
1,25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, so du nicht Christus bist noch Elia noch der Prophet? 1,25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Was taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elias, noch der Prophet?
1,26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. 1,26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit W. in Wasser; mitten unter euch steht, den ihr nicht kennet,
1,27 Der ist´s, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. 1,27 der nach mir Kommende, dessen ich nicht würdig bin, ihm den Riemen seiner Sandale zu lösen.
1,28 Dies geschah zu Bethabara jenseit des Jordans, wo Johannes taufte. 1,28 Dies geschah zu Bethanien, jenseit des Jordan, wo Johannes taufte.
1,29 Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt! 1,29 Des folgenden Tages sieht er Jesum zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt.
1,30 Dieser ist´s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. 1,30 Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der mir vor ist, denn er war vor mir. O. eher als ich
1,31 Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich gekommen, zu taufen mit Wasser. 1,31 Und ich kannte ihn nicht; aber auf daß er Israel offenbar werden möchte, deswegen bin ich gekommen, mit W. in Wasser taufend.
1,32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 1,32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herniederfahren, und er blieb auf ihm.
1,33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist´s, der mit dem heiligen Geist tauft. 1,33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit W. in Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herniederfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit W. in Heiligem Geiste tauft.
1,34 Und ich sah es und zeugte, daß dieser ist Gottes Sohn. 1,34 Und ich habe gesehen und habe bezeugt, daß dieser der Sohn Gottes ist.
1,35 Des andern Tages stand abermals Johannes und zwei seiner Jünger. 1,35 Des folgenden Tages stand wiederum Johannes und zwei von seinen Jüngern,
1,36 Und als er Jesum sah wandeln, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! 1,36 und hinblickend auf Jesum, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes!
1,37 Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesu nach. 1,37 Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesu nach.
1,38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Meister, wo bist du zur Herberge? 1,38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi (was verdolmetscht heißt: Lehrer), wo hältst du dich auf?
1,39 Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet´s! Sie kamen und sahen´s und blieben den Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. 1,39 Er spricht zu ihnen: Kommet und sehet! Nach and. Les.: und ihr werdet sehen Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde.
1,40 Einer aus den zweien, die von Johannes hörten und Jesus nachfolgten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. 1,40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren.
1,41 Der findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte), 1,41 Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (was verdolmetscht ist: Christus). O. Gesalbter
1,42 und führte ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jona´s Sohn; du sollst Kephas (Fels) heißen. 1,42 Und er führte ihn zu Jesu. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn Jonas´; du wirst Kephas heißen (was verdolmetscht wird: Stein). Griech.: Petrus
1,43 Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach! 1,43 Des folgenden Tages wollte er aufbrechen nach Galiläa, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach.
1,44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. 1,44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.
1,45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Joseph´s Sohn von Nazareth. 1,45 Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesum, den Sohn des Joseph, den von Nazareth.
1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es! 1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Eig. sein Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
1,47 Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein Falsch ist. 1,47 Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in welchem kein Trug ist.
1,48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. 1,48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.
1,49 Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel! 1,49 Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.
1,50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Größeres denn das sehen. 1,50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Größeres als dieses sehen.
1,51 Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf und herab fahren auf des Menschen Sohn. 1,51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen.

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