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Luther 1912    unrevidierte Elberfelder 1905    The World English Bible   

Hiob

Kapitel
Luther 1912 unrevidierte Elberfelder 1905
3,1 Darnach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag. 3,1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
3,2 Und Hiob sprach: 3,2 Und Hiob hob an und sprach:
3,3 Der Tag müsse verloren sein, darin ich geboren bin, und die Nacht, welche sprach: Es ist ein Männlein empfangen! 3,3 Es verschwinde Eig. gehe zu Grunde der Tag, an dem ich geboren wurde, und die Nacht, welche sprach: Ein Knäblein ist empfangen!
3,4 Derselbe Tag müsse finster sein, und Gott von obenherab müsse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen! 3,4 Jener Tag sei Finsternis! Nicht frage Gott Eloah; so gewöhnlich in Hiob. In [Kap. 1,1.5.6.8.9.16.22]; [2,1.3.9.10]; [5,8]; [20,29]; [28,23]; [32,2]; [34,9]; [38,7] steht Elohim nach ihm droben, und nicht erglänze über ihm das Licht!
3,5 Finsternis und Dunkel müssen ihn überwältigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich! 3,5 Finsternis und Todesschatten mögen ihn einlösen, Gewölk lagere sich über ihm, es schrecken ihn Tagesverfinsterungen!
3,6 Die Nacht müsse Dunkel einnehmen; sie müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen noch in die Zahl der Monden kommen! 3,6 Jene Nacht, Dunkel ergreife sie; sie freue sich nicht unter den Tagen des Jahres, in die Zahl der Monde komme sie nicht!
3,7 Siehe, die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen darin sein! 3,7 Siehe, jene Nacht sei unfruchtbar, es trete kein Jubel in sie ein!
3,8 Es müssen sie verfluchen die Verflucher des Tages und die da bereit sind, zu erregen den Leviathan! 3,8 Verwünschen mögen sie die Verflucher des Tages, die fähig Eig. geschickt sind, den Leviathan aufzureizen! Wahrsch. eine Anspielung auf die Zauberer, welche dem Volksaberglauben zufolge, den Drachen, den Feind der Sonne und des Mondes, anhetzen, so daß er diese verschlingt und dadurch Sonnen- und Mondfinsternisse verursacht
3,9 Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung; sie hoffe aufs Licht, und es komme nicht, und müsse nicht sehen die Wimpern der Morgenröte, 3,9 Verfinstert seien die Sterne ihrer Dämmerung; sie harre auf Licht, und da sei keines; und nicht schaue sie die Eig. nicht sehe sie ihre Lust an den Wimpern der Morgenröte!
3,10 darum daß sie nicht verschlossen hat die Tür des Leibes meiner Mutter und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen! 3,10 Denn sie hat die Pforte meines Mutterschoßes nicht verschlossen und Mühsal nicht verborgen vor meinen Augen.
3,11 Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht verschieden, da ich aus dem Leibe kam? 3,11 Warum starb ich nicht von Mutterleibe an, kam aus dem Schoße hervor und verschied?
3,12 Warum hat man mich auf den Schoß gesetzt? Warum bin ich mit Brüsten gesäugt? 3,12 Weshalb kamen Knie mir entgegen, und wozu Brüste, daß ich sog?
3,13 So läge ich doch nun und wäre still, schliefe und hätte Ruhe 3,13 Denn jetzt würde ich liegen und rasten, ich würde schlafen: dann hätte ich Ruhe,
3,14 mit den Königen und Ratsherren auf Erden, die das Wüste bauen, 3,14 mit Königen und Räten der Erde, welche sich verödete Plätze dh. entw. verödete Paläste usw., od. öde Grabkammern erbauten,
3,15 oder mit den Fürsten, die Gold haben und deren Häuser voll Silber sind. 3,15 oder mit Fürsten, die Gold hatten, die ihre Häuser mit Silber füllten;
3,16 Oder wie eine unzeitige Geburt, die man verborgen hat, wäre ich gar nicht, wie Kinder, die das Licht nie gesehen haben. 3,16 oder, gleich einer verborgenen Fehlgeburt, wäre ich nicht da, gleich Kindern, die das Licht nicht erblickt haben.
3,17 Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabt haben. 3,17 Dort lassen die Bösen Anderswo: Gesetzlosen ab vom Toben, und dort ruhen die an Kraft Erschöpften,
3,18 Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hören nicht die Stimme des Drängers. 3,18 rasten die Gefangenen allesamt, hören nicht die Stimme des Treibers.
3,19 Da sind beide, klein und groß, und der Knecht ist frei von seinem Herrn. 3,19 Der Kleine und der Große, dort sind sie gleich, Eig. derselbe und der Knecht ist frei von seinem Herrn.
3,20 Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen 3,20 Warum gibt er dem Mühseligen Licht, und Leben denen, die bitterer Seele sind;
3,21 (die des Todes warten, und er kommt nicht, und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen, 3,21 die auf den Tod harren, und er ist nicht da, und die nach ihm graben, mehr als nach verborgenen Schätzen;
3,22 die sich sehr freuten und fröhlich wären, wenn sie ein Grab bekämen), 3,22 die sich freuen bis zum Jubel, Wonne haben, wenn sie das Grab finden;
3,23 dem Manne, dessen Weg verborgen ist und vor ihm von Gott verzäunt ward? 3,23 dem Manne, dessen Weg ihm verborgen ist, und den Gott eingeschlossen hat ringsum?
3,24 Denn wenn ich essen soll, muß ich seufzen, und mein Heulen fährt heraus wie Wasser. 3,24 Denn gleich O. vor meinem Brote kommt mein Seufzen, und wie Wasser ergießt sich mein Gestöhn.
3,25 Denn was ich gefürchtet habe ist über mich gekommen, und was ich sorgte, hat mich getroffen. 3,25 Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor dem mir bangte, das kam über mich.
3,26 War ich nicht glückselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und es kommt solche Unruhe! 3,26 Ich war nicht ruhig, und ich rastete nicht und ruhte nicht, da kam das Toben. O. Ich bin nicht ruhig, und ich raste nicht und ruhe nicht, da kommt neues Toben

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