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Luther 1912
unrevidierte Elberfelder 1905
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28
Luther 1912
unrevidierte Elberfelder 1905
2,1
Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander.
2,1
Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen.
2,2
Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen.
2,2
Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde,
O. Wehen
und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
2,3
Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen;
2,3
Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich
Eig. es setze sich
auf jeden einzelnen von ihnen.
2,4
und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.
2,4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen
O. Zungen
zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
2,5
Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist.
2,5
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind.
2,6
Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten.
2,6
Als sich aber das Gerücht hiervon verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne in seiner eigenen Mundart sie reden hörte.
2,7
Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?
2,7
Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer?
2,8
Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind?
2,8
Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind:
2,9
Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien,
2,9
Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadocien, Pontus und Asien,
2,10
Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom,
2,10
und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin, und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als Proselyten, Kreter und Araber
2,11
Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden.
2,11
wie hören wir sie die großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?
2,12
Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
2,12
Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein?
2,13
Die andern aber hatten´s ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.
2,13
Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.
2,14
Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen.
2,14
Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa, und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, dies sei euch kund, und nehmet zu Ohren meine Worte!
2,15
Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage;
2,15
Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meinet, denn es ist die dritte Stunde des Tages;
2,16
sondern das ist´s, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:
2,16
sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist:
2,17
"Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Ältesten sollen Träume haben;
2,17
»Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, daß ich von meinem Geiste ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben;
Eig. mit Träumen träumen
2,18
und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
2,18
und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen.
2,19
Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf;
2,19
Und ich werde Wunder geben in dem Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten: Blut und Feuer und Rauchdampf;
2,20
die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des HERRN kommt.
2,20
die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag
O. der große und Erscheinungstag
des Herrn
S. die Anm. zu [Mt 1,20]
kommt.
2,21
Und soll geschehen, wer den Namen des HERRN anrufen wird, der soll selig werden."
2,21
Und es wird geschehen, ein jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.
[Joel 3,1-5]
2,22
Ihr Männer von Israel, höret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann, von Gott unter euch mit Taten und Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat unter euch (wie denn auch ihr selbst wisset),
2,22
Männer von Israel, höret diese Worte: Jesum, den Nazaräer, einen Mann, von Gott an euch erwiesen durch mächtige Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat, wie ihr selbst wisset
2,23
denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes übergeben war) habt ihr genommen durch die Hände der Ungerechten und ihn angeheftet und erwürgt.
2,23
diesen, übergeben nach dem bestimmten Ratschluß und nach Vorkenntnis Gottes, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geheftet und umgebracht.
2,24
Den hat Gott auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, daß er sollte von ihm gehalten werden.
2,24
Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn nicht möglich war, daß er von demselben behalten würde.
2,25
Denn David spricht von ihm: "Ich habe den HERRN allezeit vorgesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf daß ich nicht bewegt werde.
2,25
Denn David sagt über
Eig. auf
ihn: »Ich sah
Eig. sah im voraus
den Herrn allezeit vor mir; denn er ist zu meiner Rechten, auf daß ich nicht wanke.
2,26
Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung.
2,26
Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; ja, auch mein Fleisch wird in
O. auf
Hoffnung ruhen;
2,27
Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe.
2,27
denn du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen, noch zugeben, daß dein Frommer
O. Heiliger, Barmherziger, Gnädiger
Verwesung sehe.
O. deinen Frommen hingeben [eig. geben], Verwesung zu sehen
2,28
Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht."
2,28
Du hast mir kundgetan Wege des Lebens; du wirst mich mit Freude erfüllen mit deinem Angesicht.»
[Ps 16,8-11]
2,29
Ihr Männer, liebe Brüder, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag.
2,29
Brüder,
wie [Kap. 1,16]
es sei erlaubt, mit Freimütigkeit zu euch zu reden über den Patriarchen David, daß er sowohl gestorben als auch begraben ist, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag.
2,30
Da er nun ein Prophet war und wußte, daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide, daß die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen,
2,30
Da er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide geschworen hatte, von der Frucht seiner Lenden auf seinen Thron zu setzen,
2,31
hat er´s zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, daß seine Seele nicht dem Tode gelassen ist und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.
2,31
hat er, voraussehend, von der Auferstehung des Christus geredet, daß er nicht im Hades zurückgelassen worden ist, noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat.
2,32
Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.
2,32
Diesen Jesus hat Gott auferweckt, wovon wir alle Zeugen sind.
2,33
Nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und empfangen hat die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret.
2,33
Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr sehet und höret.
2,34
Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: "Der HERR hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
2,34
Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: Der Herr sprach zu meinem Herrn: »Setze dich zu meiner Rechten,
2,35
bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße."
2,35
bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße.»
[Ps 110,1]
2,36
So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat.
2,36
Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.
2,37
Da sie aber das hörten, ging´s ihnen durchs Herz, und fragten Petrus und die andern Apostel: Ihr Männer, was sollen wir tun?
2,37
Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln:
2,38
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
2,38
Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
2,39
Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheißung und aller, die ferne sind, welche Gott, unser HERR, herzurufen wird.
2,39
Denn euch ist die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
2,40
Auch mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!
2,40
Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie, indem er sagte: Laßt euch retten von diesem verkehrten Geschlecht!
2,41
Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.
2,41
Die nun sein Wort aufnahmen,
Eig. in Fülle od. als wahr aufnahmen
wurden getauft; und es wurden an jenem Tage hinzugetan bei dreitausend Seelen.
2,42
Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
2,42
Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft,
O. in der Lehre [od. Belehrung] und in der Gemeinschaft der Apostel
im Brechen des Brotes und in den Gebeten.
2,43
Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel.
2,43
Es kam aber jede Seele Furcht an, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
2,44
Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein.
2,44
Alle aber, welche glaubten, waren beisammen und hatten alles gemein;
2,45
Ihre Güter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war.
2,45
und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, jenachdem einer irgend Bedürfnis hatte.
2,46
Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel und brachen das Brot hin und her in Häusern,
2,46
Und indem sie täglich einmütig im Tempel
die Gebäude [s. die Anm. zu [Mt 4,5]]; so auch [Kap. 3,1] ff.; [4,1]; [5,20] ff.
verharrten und zu Hause das Brot brachen, nahmen sie Speise mit Frohlocken und Einfalt des Herzens,
2,47
nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der HERR aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde.
2,47
lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volke. Der Herr aber tat täglich zu der Versammlung hinzu, die gerettet werden sollten.
dh. den Überrest aus Israel, welchen Gott vor den Gerichten retten wollte, indem er ihn der Versammlung [christl. Gemeinde] hinzufügte
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